Und hier die Übersicht für Essen vom 02.09.2010 - 08.09.2010(mehr)
Kino
HEINZ präsentiert
Drive In Movie Night
Autokino ist pure Nostalgie, dabei aber nicht so unkomfortabel, wie altmodische Bräuche gelegentlich zu sein pflegen.
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Kino
The American
Actionlastige Charakterstudie
Auf der Suche nach Erlösung. Nach seinem leidenschaftlichen Debüt "Control" liefert Starfotograf Anton Corbijn in seiner zweiten Regiearbeit einen emotional zurückgenommenen Thriller, der das Hitman-Genre nicht gerade erneuert.
Nein, die aus dem Film "Gorillas im Nebel" ist sie nicht, lacht die Affenforscherin Jane Goodall. Schließlich ist die Amerikanerin Dian Fossey tot, und die Engländerin Goodall beschäftigte sich mit Schimpansen. Lorenz Knauer schildert den Weg der Verhaltensforscherin, die bahnbrechende Forschungsergebnisse lieferte und heute an 300 Tagen im Jahr unterwegs ist für Vorträge und ihre Organisation "Roots and Shoots".
Das hat die Leinwand seit "Das große Rennen von Belleville" nicht mehr gesehen: Trickfilm als makaber-groteske Erwachsenen-Unterhaltung. Und das Knet-Duo "Wallace & Gromit" wirkt gegen "Mary & Max" wie Biedermann und Schoßhündchen.
Orpheus auf Acid. Wer geglaubt hat, dass Gaspard Noés "Irreversible" das Maß des Leinwanderträglichen bereits gründlich ausgelotet hat, den nimmt der Skandalregisseur nun per Subjektivkamera mit ins Niemandsland der Nah-Todes-Erfahrung.
Die Frage war einst provokant und sollte für mehr Akzeptanz statt Ausgrenzung sorgen. Hollywood hat sich auf das Edel-Handicap konzentriert und prämiert seine Stars in Simulanten-Rollen gern politisch korrekt mit der Oscar-Statue. Doch das Kino hat nicht nur barrierefreie Theater geschaffen, auch die Filme nehmen die Frage selbst ernster. "Me too - Wer will schon normal sein?" und "Renn, wenn Du kannst" zeigen zwei unterschiedliche Antworten auf die immer noch aktuelle Frage.
Oscar Roehler geht an den Giftschrank der Nazi-Propaganda. "Jud Süߓ war Goebbels Lieblingsprojekt, der Film sollte den Antisemitismus gerade durch "künstlerische" Qualität und nicht durch plumpe Propaganda schüren.
Die blondierte Mähne erinnert an Mickey Rourkes "The Wrestler", und auch Gérard Depardieu darf in dieser französischen Rentner-Groteske altes Eisen mimen, das rüstig statt rostig ist. Der Schlachthofarbeiter Serge Pilardosse wird in den Unruhestand gezwungen, weil ihm Rentenbelege fehlen.
Bhaggy-Revival. Er wollte die östliche, spirituelle Seele mit der westlichen, materialistischen Seele zu einer neuen Glückseligkeit vereinen. Doch das Sannyasin-Experiment scheiterte schließlich unter bizarren Umständen 1985 im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Genie und Popanz. Richard Linklater, der wortreiche Vertreter der Generation X, scheint um Jahrzehnte gealtert. Sein neuer Film wirkt mit seiner 30er Jahre-Nostalgie wie Woody Allens Reminiszenzen an das alte Manhattan eines "Zelig" oder "Bullets Over Broadway".
Die Pest zieht über das Land, und bringt Not und Verzweiflung über das ohnehin elende Leben. Die deutsche Historienproduktion unter der Regie von Christopher Smith weidet sich an Folter, Mord und Siechentum in Zeiten von Pest und Cholera. Glaubensfragen versinken hier knöcheltief in den Niederungen von Blut, Abszess und Morast. Sinnfragen erschließen sich in "Black Death" vor allem dem Horrorfan.